Kredit-Krise – Kann man noch Kredite nehmen?

ECB-bernanke

Die tägliche Berichterstattung über die Kredit-Krise lenkt gerne von den Ursachen ab. Egal ob Staaten, Firmen oder Privatpersonen die Kreditnehmer sind, Probleme mit Krediten gibt es, weil zwangsläufig so genannte Blasen platzen müssen. Und daran sind die Banken schon selbst schuld, denn durch ihre nicht nachvollziehbaren Kreditvergaben ohne ausreichende Prüfung und bei fehlenden Sicherheiten war die Katastrophe vorprogrammiert. So muss man eigentlich von einer Schulden-Krise sprechen, beste Beispiele im negativen Sinn sind die Staatshaushalte, die nun aufwendig und mit großer Anstrengung saniert werden müssen.

Natürlich gibt es Situationen, die eine Kreditaufnahme unvermeidbar und sinnvoll machen. Wenn ausreichend Sicherheiten und ein geregeltes Einkommen vorhanden sind, ist das auch kein Problem. Ein Hauskauf z.B. ist bei ausreichender Bonität unproblematisch, zumal das Gebäude als solches schon eine Sicherheit darstellt. Mit einer vernünftigen Finanzierung kann eine Sachwert-Investition auch ein guter Bestandteil für die Altersversorgung sein. Die Zinsunterschiede bei Krediten sind erheblich und sollten im Vorfeld genau recherchiert werden. Vergleichskriterium muss dann der Effektivzins sein, denn dort schlagen sich Kosten und Gebühren nieder.

Im Grunde sind hohe Zinsen nicht nachzuvollziehen, weil die Banken im Moment so günstig wie nie mit Geld von der EZB versorgt werden. Diesen Vorteil geben sie aber nicht unbedingt weiter, deswegen sollte man neben der Hausbank auch andere konsultieren oder online Informationen einholen.

Vorsicht ist geboten, wenn die eigene Bonität schon angeschlagen ist. Es gibt durchaus Kredit-Anbieter, die sich vermeintlich auf solche Situationen spezialisiert haben und Umschuldungen oder Finanzsanierungen anbieten.

Schlechte Bonität bedeutet aber auch ungünstigere Zinsen. Es ist also genau zu überdenken, ob eine Kreditaufnahme mit höherer Belastung zur Ablösung eines bestehenden Kredites mit besseren Konditionen geeignet ist. So gerät man ganz schnell in eine Schuldenfalle – am Besten nachzuvollziehen am Beispiel Griechenlands. Wenn die monatliche Belastung Großteils für die Zinsen drauf geht, ist eine Sanierung kaum noch möglich.

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