Zugegeben, 4,6 Prozent Zinsen – das klingt gar nicht so schlecht, aber die Sparbriefe garantieren diesen Prozentsatz nur bei einer 10-jährigen Laufzeit. Alle, die ihr Geld besonders sicher anlegen möchten, können zwischen Bundespapieren, speziellen Sparkonten, Festgeld oder Sparbriefen wählen. Lediglich bei den Bundesschatzbriefen kann vor Ablauf der Anlagezeit ohne Verluste gekündigt werden. Wer sich also für zehn Jahre festlegt, sollte schon sicher sein, diese Gelder nicht vor Ablauf der Zeit zu benötigen. Bei einer Anlage von nur fünf Jahren gibt es dann auch nur noch 4,4 Prozent Zinsen oder weniger.
Bei den Sparbriefen wie auch den Bundesschatzbriefen, haben die Anleger auch verschiedene Zinsvarianten zur Auswahl – die jährliche Zinsauszahlung oder die thesaurierende Anlage, bei der die Zinsen bis zum Ende der Laufzeit angesammelt und einmalig ausgezahlt werden. Hier heißt es im Vorfeld abklären, welche Variante im Einzelfall günstiger ist, um nicht am Ende zu viele Steuern zahlen zu müssen. Wer seine Freibeträge nicht ausschöpft, der kann sich direkt vom Finanzamt die sogenannte Nichtveranlagungs-Bescheinigung holen und bei der Bank vorlegen. Dann werden nicht automatisch 25% Abgeltungssteuer sowie Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag ans Finanzamt überwiesen. Hat die Bank dies gemacht, weil keine NV-Bescheinigung vorlag, bleibt nur die Möglichkeit, sich dieses Geld über die Steuererklärung am Ende des Jahres zurückzuholen.
Die Sparbriefe allgemein gelten als recht sichere, aber langfristige Geldanlage. Selbst, wenn ein persönlicher Notfall eintritt, man kommt als Anleger nicht vor Ablauf des Zeitraumes an das Geld. Darüber muss man sich im Klaren sein. Zudem sollte man darauf achten, wie viel Geld durch die Einlagensicherung abgesichert ist, um nicht im Falle einer Bankinsolvenz das Geld einzubüßen.
Januar 11th, 2012
Dennis
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