Quelle: fotolia.com – N-Media-Images. Ein Wechsel private Krankenversicherung kann zwischen der PKV, innerhalb von verschiedenen PKV-Tarifen oder von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung stattfinden. Beim letztgenannten Wechsel sind für Angestellte die Pflichtversicherungsgrenzen zu beachten. Diese liegen im Jahr 2011 bei 49.500 Euro jährlichem Bruttoeinkommen, ab 2012 wird die Grenze auf 50.850 Euro angehoben. Es kann sich für gesetzlich pflichtversicherte Angestellte daher lohnen, noch in den letzten Wochen des Jahres 2011 darüber nachzudenken, ob sie den Wechsel private Krankenversicherung vornehmen wollen.
Die Vorzüge der privaten Krankenversicherung
Die vielfältigen Beschränkungen, die der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung den GKV-Patienten auferlegt, gibt es in der PKV definitiv nicht. Hier werden Leistungen auf dem letzten Stand der medizinischen Möglichkeiten angeboten, entscheidend für den Versicherten ist lediglich, für welchen Komfort er sich bei seinem Versicherungsschutz entscheidet. Der Tarif wird grundsätzlich nach der Person des Versicherten, also seinem Alter, dem Gesundheitszustand und (noch) dem Geschlecht kalkuliert, entscheidend für die Höhe des Policenbeitrages sind die zwischen Versicherungsgesellschaft und Versicherungsnehmer vereinbarten Leistungen und die Höhe einer eventuellen Selbstbeteiligung. Der Beitrag ist einkommensunabhängig, aber risikobezogen. Daher steht vor der Aufnahme in eine PKV die Gesundheitsprüfung. Es gibt bei privaten Krankenversicherern keinen Kontrahierungszwang, ein Antrag kann also auch abgelehnt werden. Dieser Fall ist allerdings äußerst selten, eher wird aufgrund von Vorerkrankungen ein höherer Beitrag kalkuliert. In diesem Beitrag sind auch Altersrückstellungen für die PKV inkludiert, welche die vorhersehbaren Kostensteigerungen in höherem Alter des Versicherten einkalkulieren. Dadurch zahlt der Versicherungsnehmer in späteren Jahren nicht mehr Beitrag für höhere Gesundheitsleistungen bis auf die Beitragssteigerungen, die alle Tarife der PKV betreffen können. Beiträge der PKV sind grundsätzlich demografiefest, die Prämien werden für die jeweilige Tarifgruppe berechnet, für diese Gruppe werden risikogerechte Beiträge erhoben.
Der PKV Vergleich vor einem Wechsel
Wer von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechselt, muss vorab einen PKV Vergleich durchführen. Für gesetzlich Versicherte findet dieser Schritt recht selten statt, oft nur einmal im Leben, daher müssen sie sich mit der Thematik etwas länger beschäftigen. Es gibt sehr viele PKV-Tarife und ausreichend viele Möglichkeiten, sich sehr individuell zu versichern. Ausgangspunkt ist der eigene Gesundheitszustand, nach diesem werden bestimmte Leistungen präferiert. Es wird zwar stets mit der Chefarztbehandlung im Krankenhaus und dem Ein- oder Zweibettzimmer geworben, andere Gesichtspunkte sind jedoch mindestens ebenso ausschlaggebend. Worauf Wechsler in die PKV keinesfalls verzichten sollten, ist eine ausreichend hohe Versicherung im Bereich Zahnmedizin. Hier bietet die PKV wirklich ausgezeichnete Leistungen, und dieser Bereich ist für alle Versicherten relevant.
Dezember 4th, 2011
Ralf
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